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#1 |
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self-declared lunatic
![]() Registriert seit: 20.07.2004
Ort: Erde, Nordhalbkugel, Europa,Deutschland, Baden-Württemberg, Karlsruhe
Alter: 26
Beiträge: 26
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Autor/in: Mika-chan
Genre: Dark Fiction, Horror (?) Manga/Anime: Mononoke von Ninagawa Yaeko, bzw Ayakashi - Classic Japanese Horror Eps. 9 - 11 FSK: 13+ Kapitel: OneShot Warnungen: Nichts explizites, nur Andeutungen. Zusammenfassung: Die Geschichte aus der Perspektive der Katze. Feedback: in den Thread. Wers nicht öffentlich machen will auch per PN Sonstiges: Viel Spaß Ich weiß nicht, ob man die Geschichte versteht, wenn man den Manga/Anime nicht kennt, aber vielleicht gefällt sie ja trotzdem. Ich kann den Anime auf jeden Fall empfehlen. Sowohl den Ayakashi-Teil, als auch den Anime Mononoke selbst. Ich habe die Umgebung ein wenig angepasst und auch das Geschehen nicht 100% übernommen (aber größtenteils), weil es mir so einfach besser gefällt. Ich hoffe niemand stört sich daran. 888
Eine warme, zärtliche Hand. Leise gehauchte, liebende Worte. Sanft streichen sie durch mein Fell und ein Schnurren steigt in mir auf. Der weiche Körper erinnert mich an den Bauch meiner Mutter, an den ich nahrung-, schutz- und wärmesuchend in meinen ersten Lebenswochen geschmiegt habe. Ich bin kein Kitten mehr, aber dieses Gefühl mag ich immer noch. Und so nehme ich die Zärtlichkeiten der Frau dankbar an, auch wenn sie oft nach Wasser und Salz riecht. Manchmal kommen andere Menschen in das Zimmer der Frau. Dann verstecke ich mich. Als ich das erste Mal bei der Frau war wusste ich das noch nicht. Der Holzeimer hätte mich fast erschlagen. Ich mag Menschen nicht; nur die Frau mag ich. Zur Zeit ist wieder jemand bei der Frau. Es ist ein Mann mit grober, lauter Stimme und fahrigen Bewegungen. Bei seinem Gestank kräuselns sich mir die Schnurrhaare. Nach Schmutz und Lust stinkt er. Die Frau riecht noch mehr nach Salz und Wasser als sonst. Und nach Angst riecht sie. Meine Haare stellen sich auf. Ich schlage die Krallen tief in den von Alter dunklen Dachbalken auf dem ich sitze. Hier hat mich noch keiner gefunden. Das Balkengeäst unter der hohen Decke ist immer in Schatten gehüllt, die für menschliche Augen undurchdringbar ist. Menschen sehen nie hier hoch; nur die Frau tut das. Sie weiß, dass ich hier bin. Sie schaut nach oben in die Dunkelheit, während sie auf dem Rücken liegt, der Mann über ihr und ihr Blick bohrt sich genau in meinen, obwohl sie mich nicht sehen kann. Ich springe zu der Frau hinunter, sobald die Schritte des Mannes verklungen und wir wieder allein sind. Die Frau beachtet mich kaum und ihr zuckender, nach Salz riechender Körper ist wenig einladend. Dennoch drücke ich mich an sie und brumme beruhigend. Das Beben hört schließlich auf und zarte Hände streichen wieder durch mein Fell. Ich schnurre behaglich. Ich mag die Frau. Ich mag den Mann nicht. Meine Frau! Jeden Tag an Mittag kommt eine andere Frau, die scharf und schal zugleich riecht. Ihre Stimme ist schneidend und nasal. Ihre Hände werfen mit Holzeimern nach mir. Doch sie ist dumm und blind. Wenn sie kommmt springe ich nicht in die Deckenbalken. Ich verkrieche mich in den Falten meiner Frau. Die Falten sind fein und kühl, ganz anders als das Fell meiner Mutter, aber ich mag sie. Jedesmal höre ich die ekelhafte Stimme der Frau, dannach hölzernes Klappern. Meine Frau schweigt die ganze Zeit über bis die andere schließlich geht. Immerhin bringt sie mir zu Essen. Sie bringt mir Essen, obwohl sie mit Holzeimern nach mir wirft. Die Frau ist wirklich dumm. Manchmal frage ich mich, wer meiner Frau zu Essen bringt. Die Mäuse, die ich gelegentlich fange und ihr schenke, können nicht genug sein. Aber solche Gedanken vergehen schnell mit vollem Bauch und sanfter Berührung. Wenn ich esse spricht meine Frau immer die selben Worte wie einen Zauberspruch. Manchmal sagt sie die Worte auch, wenn ich bei ihr liege und sie über meinen Körper streicht. Ihre Stimme wird dann leise und eindringlich und obwohl ich sie nicht verstehe, durchdringen sie meinen ganzen Körper und lassen ihn kribbeln. Wieder sitze ich in den Dachbalken. Heute ist ein anderer Mann bei meiner Frau. Das Holz der Balken knackt unter meinen Klauen.Meine Muskeln spannen sich an und mein Schwanz zuckt verärgert hin und her. Er ist dem, der sonst immer kommt recht ähnlich, nur stinkt er etwas anders. Meine Frau riecht wieder nach Wasser und Salz. Ein Geruch, den ich schon länger nicht mehr an ihr gerochen habe. Wenn ich bei ihr liege riecht sie nie so. Ich mag auch diesen Mann nicht. Kaum habe ich meine Frau getröstet muss ich auch schon wieder in mein Versteck zurück. Diesmal sind beide Männer da. Der, der sonst immer kommt riecht nach unechter Wut und seine Stimme passt dazu. Ich mag es nicht wie er mit meiner Frau spricht. Ich krieche näher; genau über ihre Köpfe und der kaum wahrnehmbare Geruch von Grausamkeit steigt mir in die Nase. Kaum erkenne ich den Geruch fängt der Mann an auf meine Frau einzuschlagen und zu treten. Sie wehrt sich nicht, dreht sich nur auf den Rücken und schaut zu mir hoch. Mir sträubt sich das Fell. Meine Krallen reißen Splitter aus dem Holz. Ich HASSE den Mann! Ich rieche den nahenden Tod. Sehe ihn in den Augen meiner Frau und ihre stumme Akzeptanz. Diesmal riecht sie nicht nach Wasser und Salz und dennoch... Meine Muskeln spannen sich wie von allein. Ich lasse mich nicht fallen; ich springe! Meine Klauen reißen tiefe Furchen in die Haut des Mannes, so dass er sein Schwert fallen lässt. Ich baue mich über meiner Frau auf und fauche. Der Mann starrt mich erschrocken an und schreit irgendetwas. Ein sanfter, unausgesprochener Abschied weht an mir vorbei und gefolgt von einem Wunsch. Ich weiß, dass meine Frau nicht mehr ist, bevor ihre Brust unter mir aufhört sich zu bewegen. Ich laufe los. Laufe in die Freiheit, die sich meine Frau gewünscht hat. Aber ich komme zurück! ~Selbst wenn die, die dich in einen Dämon verwandelten, Menschen sind, Dämonen, die in der Welt der Menschen existieren müssen vernichtet werden.~ 888 Der letzte Satz ist direkt aus dem Anime. Kommt ziemlich zum Schluss. Irgendwie hat er sich einfach hier reingeschlichen. Die ganze Geschichte ist mir aus den Händen geglitten und hat beschlossen sich selbst zu schreiben...Spooky... P.S.: Seid nett zu Katzen!
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† Jede Geschichte ist es wert niedergeschrieben zu werden, solange man sich noch eine Kugel in den Kopf jagen kann † |
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#2 |
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Pika-Pi!
![]() Registriert seit: 06.05.2004
Ort: Masara-Town
Alter: 22
Beiträge: 1.967
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Ich muss zugeben, ich habe den Anime zwar gesehen, aber so richtig erinnern kann ich mich an die Geisterkatze nicht mehr
Ich finde aber, diese Geschichte ist sehr angenehm zu lesen. Der Stil ist, wie das zum Denken einer Katze passt, eher simpel, aber sehr plakativ, das finde ich gut. Man kann sich alles richtig gut vorstellen. Weiter so
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| Stichworte |
| dark, horror, katze, neko |
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